Historie

Die Juristische Gesellschaft Bremen e.V. wurde am 10. Dezember 1986 im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Bremen gegründet. Rund 15 Jahre nach der Gründung der Bremer Universität war die Zeit reif dafür, auch in Bremen ein gemeinsames Diskussionsforum für Juristen aller Berufsrichtungen und Wissenschaftler und Praktiker anderer Fachgebiete zu schaffen. Der damalige Präsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen Prof. Dr. Helmut Heinrichs war nicht nur der Motor für die Gründung der Gesellschaft sondern auch der Leiter der Gründungsversammlung und der Jüngste in der Runde, der RA und Notar Rembert Brieske protokollierte die historische Veranstaltung.

Zum 1. Vorsitzenden der neuen Gesellschaft wurde der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Dr. Peter Bote gewählt. Vorsitzender des 15-köpfigen Beirats, in dem u.a. die Leiterinnen und Leiter der bremischen Obergerichte, der Generalstaatsanwaltschaft, die Präsidenten von Anwalts- und Notarkammer, hohe Beamte und Hochschullehrer vertreten sind, wurde Prof. Dr. Dieter Hart vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen. Am 27. Oktober 1987 trat die Gesellschaft mit einem Vortragsabend erstmals in die Öffentlichkeit. Prof. Dr. Stig Jörgensen, Rechtsphilosoph an der dänischen Universität Aarhus sprach im Kaminsaal des Rathauses über \"Grenzen des Rechts\". Inzwischen haben über 150 namhafte Wissenschaftler und Praktiker aus dem In- und Ausland Vorträge vor der Juristischen Gesellschaft Bremen e. V. gehalten, u.a. anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Gesellschaft die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Frau Prof. Dr. Jutta Limbach und anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Präsident des Bundesgerichtshofes Herr Prof. Dr. Günter Hirsch.

Der Themenbogen dieser Vortragsabende ist weit gespannt. Die Fortschritte in Wissenschaft, Forschung und Technik sowie die Veränderungen in vielen anderen Lebensbereichen machen auch eine Fortentwicklung des Rechtssystems erforderlich. Die damit verbundenen rechtspolitischen Fragestellungen zu fast allen diesen Themenbereichen bilden den Schwerpunkt bei den Vorträgen und Diskussionen der Gesellschaft.

Die Bedeutung der aufgegriffenen Themen sowie die Reputation der hierfür gewonnen Referenten führt häufig dazu, dass die Gesellschaft für ihre Vortragsabende namhafte bremische Mitveranstalter gewinnt, die den kostenfreien Veranstaltungen eine größere Publikumsresonanz verschaffen. Zu diesen Mitveranstaltern gehören u. a. der Senat der Freien Hansestadt Bremen, die Bremische Bürgerschaft, die Handelskammer Bremen, die Wittheit zu Bremen als Dachorganisation der wissenschaftlichen Gesellschaften in Bremen, das Staatsarchiv und das Überseemuseum, der EuropaPunktBremen - aber auch überregionale Institutionen wie etwa der Verein Deutscher Juristentag.

Im Jahr 2000 konnte die Gesellschaft schließlich auch eine Vorgabe aus ihrer Satzung von 1986 umsetzen, nämlich, \"die im Rahmen des Vereins gehaltenen Vorträge\" zu veröffentlichen. Im Juli 2000 erschien das erste Jahrbuch mit dem Abdruck dreier Vorträge aus dem Veranstaltungsjahr 1999/2000. Im Dezember 2016 wird nun schon Band 17 der Reihe erscheinen, die sich - dank der nachhaltigen Unterstützung durch die Sparkasse Bremen - zu einer neuen \"Bremensie\" entwickelt hat. Da die Schriftenreihe, die im Temmen-Verlag, Bremen, erscheint, im Buchhandel erhältlich ist, wird die Arbeit der Gesellschaft auch überregional dokumentiert.

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